Laser-Behandlungsmethoden



LASIK
Wenn man sich für eine Laserbehandlung entschliesst, so ist dies in den meisten Fällen eine Behandlung durch LASIK, was so viel wie „Laser in Situ Keratomileusis“ heisst. Die Lasik wird seit ca. 1991 durchgeführt. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben sich weltweit mehr als 12 Millionen Menschen für eine Lasik-Behandlung entschieden. Je nach Beschwerden wird die Hornhaut entweder abgeflacht oder durch tiefere Abtragungen gewölbt, um damit beispielsweise Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung zu beseitigen.

LASIK – schmerzfreie Behandlung
Die Vorteile einer LASIK Behandlung liegen klar auf der Hand, denn der Eingriff geht sehr schnell und kann ambulant durchgeführt werden. Die Meisten fallen nur 1 oder 2 Tage im Beruf aus. Dazu kommt, dass eine entsprechende Behandlung durch LASIK wegen der örtlichen Betäubung ganz ohne Schmerzen von statten geht.

LASIK – schneller Heilungsprozess
Die Hornhaut selbst wird beim LASIK Verfahren nicht beschädigt, so dass diese den Heilungsprozess schneller vorantreibt und man in kurzer Zeit wieder seine volle Sehfähigkeit besitzt. Das Verfahren zählt heute sehr viele Standards, die für höchstmögliche Sicherheit sorgen.

Nebenwirkungen der LASIK
Die Standards bei der Lasik sind sehr hoch. In sehr seltenen Fällen kann es zu Komplikationen bei der Heilung der Hornhaut kommen. Dazu kann es sein, dass das Nacht - und Dämmerungssehen etwas reduziert ist. In der ersten Zeit nach der Behandlung, kann die Lichtempfindlichkeit etwas erhöht sein. Ebenfalls können etwas trockenere Augen nicht ausgeschlossen werden.

LASIK - sehr sichere Behandlungsmethode
Als Fazit kann man sagen, dass LASIK eine sehr sichere Behandlungsmethode für viele Sehbehinderungen ist. Auch die strenge amerikanische FDA bewertet LAS?K als sehr sicher und effektiv.  Seit 1998 ist die Lasik-Methode wissenschaftlich anerkannt. Darüber hinaus bringt sie vor allem einen endgültigen Erfolg mit sich, der die nervigen Sehhilfen in Zukunft überflüssig macht.

Femto-LASIK – ganz ohne mechanische Hilfsmittel
Mit der Einführung der Femto-LASIK, welche seit 2001 in Amerika und seit 2004 in Europa zum Einsatz kommt, ist es nun erstmals möglich, bei einer Augenbehandlung völlig auf mechanische Hilfsmittel zu verzichten. Bei der  herkömmlichen LASIK  kommt ein  Mikrokeratom (Mikromesser) zum Einsatz, mit dem ein Schnitt in die Hornhaut durchgeführt wird, um eine Lamelle zu erhalten. Dieser Flap wird dann aufgeklappt und darunter wird die Augenlaserbehandlung durchgeführt. Nach der Behandlung wird der Flap wieder zugeklappt.
Mittels der Femto-LASIK ist es jetzt möglich, diesen Flap nicht mehr mittels mechanischer Werkzeuge zu schneiden, sondern ebenfalls mit einem sehr feinen Laser. Das hat den Vorteil, dass man die oberen Schichten der Hornhaut gar nicht berühren muss, sondern den Schnitt gleich tiefer ansetzen kann. Auf diese Weise ist es möglich, im Kurzsichtigkeitsbereich wesentlich stärkere Abweichungen zu korrigieren, als das bisher der Fall war. Auch Patienten, die eine viel geringere Hornhautdicke aufweisen, können auf diese Art behandelt werden. Ausserdem lässt sich der Flap noch präziser erzeugen als bei der mechanischen Schnitttechnik.

Nebenwirkungen der FEMTO-LASIK
Die Femto-LASIK bietet Vorteile im Vergleich zur herkömmlichen Augenlaserbehandlung mittels der LASIK. Die Nebenwirkungen sind nochmals geringer und die Behandlung geht nochmals etwas schneller als bei der herkömmlichen Lasik. Pro Auge wird nur ungefähr eine halbe Minute benötigt, wobei der Patient relativ wenig spürt und den Laser auch nicht sehen kann.
Es gibt bei der Femto-LASIK auch Nebeneffekte.  Es besteht bei der Femto-Lasik das Risiko einer erhöhten Lichtempfindlichkeit. Dieses Risiko liegt bei sehr hohen Fehlsichtigkeiten höher. Diese Blendempfindlichkeit reduziert sich dann allmählich. Ebenfalls können etwas trockenere Augen nicht ausgeschlossen werden. Wer also eine Augenlaserbehandlung ins Auge fasst, kann die vielen Vorteile dieser Methode nutzen. Mit dieser Wahl verbindet man Komfort und gute Heilung. Femto-LASIK ist der neueste Stand der Technik.


WAVEFRONT oder WELLENFRONT?
WAVEFRONT = personalisierte Sehkorrektur durch Wellenfrontbehandlung.

Was ist das Ziel der WAVEFRONT?
Durch die Anwendung der Wavefront,  ist es in den letzten Jahren gelungen, die bereits sehr guten Ergebnisse nach der konventionellen LASIK - Behandlung auf ein noch höheres Niveau zu bringen. Die Wavefront macht die LASIK noch präziser. Jedes Auge ist unterschiedlich so wie es niemals zwei gleiche Fingerabdrücke geben kann. Mit dem neuesten Diagnosesystem, dem ABERROMETER, können Aberrationen der höheren Ordnung gemessen und dargestellt werden. Mit dieser personalisierten Behandlung wird jedes Auge individuell behandelt. Bei der Wavefront werden die Augen per Computer getestet - nicht nur manuell, wie bei der normalen LASIK - Behandlung. Die WAVEFRONT Technologie sendet eine Lichtwelle zur Netzhaut, wo diese abprallt und zurückkehrt. Ein Sensor nimmt dieses Licht wieder auf und misst die Unebenheiten der Hornhaut. So entsteht eine 3D-Karte des ganzen Augensystems.

Dank WAVEFRONT - Fortschritte im Bereich der Nachtsehschärfe und der Blendeffekte
Fortschritte hierbei wurden insbesondere auf dem Gebiet der Nachtsehschärfe und der Minimierung von Blendeffekten nach der LASIK Behandlung erreicht. Mit dem Wavefront-System wird jedes Auge in der Gesamtheit gemessen und dessen Brechkraftfehler und Unregelmässigkeiten in einer landkartenähnlichen Relief-Ansicht dargestellt. Diese individuellen Daten werden dem Computer des Lasers übermittelt und dieser errechnet eine einzigartige, personalisierte Behandlung für jedes Auge.


LASEK – Weiterentwicklung der PRK (PRK= Mutter der refrakitven Chirurige)
Die LASEK ist eine Weiterentwicklung der PRK. Sie wird in der Regel angewendet, wenn eine LASIK, bzw. FEMTO-LASIK nicht in Frage kommt. Anders als bei der PRK (PRK – siehe unten) wird bei der LASEK das Epithel anschliessend wieder zurück geschoben. Die Rehabilitationszeit ist  somit bei dieser Methode geringer als bei der reinen PRK.  Zudem wird die LASEK im Vergleich zur PRK als weitgehend schmerzfrei empfunden, gilt aber als unangenehmer als die LASIK. Die obere Schicht der Hornhaut wird mit einer Alkohollösung aufgeweicht und verschoben. Darunter erfolgt die Korrektur mittels eines Ecimer-Lasers. Die Stabilisierung der Sehkraft dauert in der Regel zwischen 2 und 4 Wochen. Es empfiehlt sich nach einer LASEK 3-5 Tage Erholungszeit einzuplanen. Nach der Behandlung wird ein Schutzlinse eingesetzt, welche nach 3-5 Tagen wieder entfernt werden kann.

Unterschied LASEK im Vergleich zu LASIK
Im Vergleich zur LASIK wird bei der LASEK eine minimal dünne Schicht der Hornhaut mit Alkohol abgelöst und nicht wie bei der LASIK ein FLAP gebildet. Dieser Vorteil ist zum Beispiel bei Patienten mit einer sehr dünnen Hornhaut von Bedeutung, für die eine LASIK deshalb ausgeschlossen ist.  Die LASEK ist insgesamt gesehen eine sehr sinnvolle Ergänzung der LASIK Methode, die nicht in jedem Fall angewendet werden kann. Der Vorteil der LASIK ist, dass der FLAP die Behandlungsfläche schützt und somit  für eine schnellere Heilung sorgt.

EPI-LASEK?
Die Lasek sowie die EPI-Lasik gingen aus der PRK hervor. Es handelt sich also bei beiden Verfahren um eine Weiterentwicklung der PRK. Bei der LASEK wird das Hornhautepithel mit Alkohol abgelöst und zur Seite geschoben. Anschliessend wird diese Zellschicht wieder zurückgeschoben und mit einer Schutzlinse abgedeckt. Diese kann nach 3 bis 5 Tagen wieder entfernt werden. Der Hauptunterschied zwischen der LASEK und der EPI-LASEK besteht darin, dass bei der LASEK das Hornhautepithel mit einer speziellen Alkoholmischung abgelöst wird und bei der  EPI-LASEK ein Minihobel eingesetzt wird, um das Hornhautepithel abzulösen. Bei der EPI-LASEK muss ebenfalls nach der Behandlung für einige Tage eine Schutzlinse getragen werden.

Nebenwirkungen der LASEK und der EPI-Lasik
Speziell ist, dass bei beiden Verfahren etwas mehr Geduld vom Patienten gefordert ist, da eine gute Stabilisierung der Sehkraft ca. 2-4 Wochen dauert. Auch können während des Heilungsverlaufs feine Hornhauttrübungen auftreten. Speziell in den ersten Tagen nach der Behandlung, ist eine etwas neblige Sicht durchaus normal. Auch werden beide Verfahren als etwas unangenehmer als die LASIK beschrieben.


PRK (die Mutter der refraktiven Chirurgie)
Die reine PRK oder Photo-Refraktive-Keratektomie, ist eine Methode der Augenlaserbehandlung, die mittlerweile fast komplett von anderen Verfahren wie LASIK oder LASEK-PRK abgelöst wurde. Vom Verfahren her ist die reine PRK der Vorläufer der LASEK Behandlung, also die LASEK eine Weiterentwicklung der PRK. Bei beiden wird mit einem Laser von der Oberfläche der Hornhaut Gewebe abgetragen, um die Sehschwäche zu beheben.

Ablauf und Risiken
So wird bei der reinen PRK, im Vergleich zur LASIK und LASEK, beispielsweise vorher keine Hornhautschicht als eine Art Wundabdeckung entnommen, so dass die operative Stelle offen liegt. Dies kann Wundschmerzen verursachen, die mitunter mehrere Tage anhalten können. Die Gefahr der Narbenbildung ist bei diesem Verfahren ebenfalls wesentlich höher, was eigentlich die grösste Schwäche der PRK darstellt.  Zudem dauert es etwa 4-6 Wochen bis sich die volle Sehkraft stabilisiert hat. Für diese Methode empfiehlt sich mindestens eine Woche Ferien einzuplanen. Ebenfalls können sich bei der PRK Nachtsichtprobleme und trockene Augen leichter einstellen als bei der LASEK. Die Risiken sind bei der reinen PRK höher als dies bei neueren Verfahren der Fall ist.

Die LASIK ist eine wesentlich sanftere Behandlungsmethode
Die PRK ist die Mutter der refraktiven Chirurgie, und war lange Zeit die effektivste Methode,  um eine Augenlaserbehandlung durchzuführen. Es ist mittlerweile aber gelungen, diese Erkenntnisse und das Wissen zu vertiefen und dadurch Technologien zu entwickeln, die die  Schwächen der PRK ausbügeln und extrem wirkungsvoll sind. Mit der Einführung der LASIK konnte nicht nur eine wesentlich sanftere  Behandlung durchgeführt werden, sondern auch der Dioptrien Bereich, innerhalb dessen Sehfehler operabel sind, konnte erheblich erweitert werden.


Multifokal-Linsen    
Bei Menschen mit Altersichtigkeit kombiniert mit anderen Sehschwächen kann ab dem 55. Lebensjahr die Multifocal-Linse eine echte Alternative sein. Dabei wird die natürliche Linse  komplett durch eine neue Linse ausgetauscht. Die multifokalen Linsen, ermöglichen in bis zu drei unterschiedlichen Entfernungen ein scharfes Sehen.

Anwendung der Multifokal-Linsen
Mit Abstand der häufigste Grund für eine Behandlung ist der sogenannte Graue Star oder die Katarakt, eine altersbedingte Linsentrübung, die zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Sehvermögens führt.Die Behandlung besteht aus 2 Schritten. Erst wird die körpereigene Linse entfernt und im zweiten Schritt eine Kunstlinse eingesetzt. Bei der Behandlung wird ein millimeterfeiner Schnitt gemacht. Die eigentliche Linse wird dann mittels Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. Anschliessend wird die Kunststofflinse eingesetzt.
Keine gute Alternative für junge Menschen
Ein junger Mensch verliert bei einem klaren Linsentausch sein nahtloses Scharfstellen zwischen der Nähe und der Ferne, darum ist eine Multifocal-Linse für junge Menschen keine gute Alternative. Ist eine LASIK-Laser-OP bei jungen Menschen nicht möglich, weicht man besser auf eine zusätzliche Linse zwischen Hornhaut und natürlicher Linse aus, um die vorhandene Fokussierung der natürlichen Linse nicht vorzeitig zu verlieren.

Intraokularlinsen oder IOL
Für Patienten mit einer sehr hohen Fehlsichtigkeit.
Für Patienten mit hoher bis sehr hoher Fehlsichtigkeit bietet die Implantation einer zusätzlichen Linse eine Möglichkeit, die Fehlsichtigkeit zu reduzieren bzw. zu korrigieren. Die körpereigene gesunde Linse wird beibehalten. Somit bleibt die Fähigkeit zur Naheinstellung erhalten. Es kann Kurzsichtigkeit bis über -20 Dioptrien, Weitsichtigketi bis über +8 Dioptrien und Hornhautverkrümmungen bis über 6 Dioptrien, korrigiert werden.

IOL- gute Eigenschaften
Gute Vorhersagbarkeit des Ergebnisses. Die Korrektur findet in der optischen Achse zwischen Linse und Iris statt. Schnelle Rehabilitationszeit. Der Effekt ist reversibel. Die Linse kann wieder entfernt werden. Eine Nachkorrektur ist durch Austausch der Linse möglich. Die Behandlung erfolgt  ambulant.